Missionstrip nach Uganda im Mai 2021

Missionstrip nach Uganda im Mai 2021

Vom 17. Mai bis zum 2. Juni durfte ich, Janina, Teil eines Missionseinsatzes in Bugembe, Uganda sein, und freue mich sehr, euch hier daran teilhaben lassen zu können!

„When Jesus sais Yes, nobody can’t say No”, geht ein in vielen Afrikanischen Ländern bekanntes Lobpreislied. Zu Deutsch: „Wenn Jesus Ja sagt, kann niemand Nein sagen.“
Das haben mein Team und ich in unserer Zeit dort hautnah und ganz praktisch miterleben dürfen.
583 kostbare Menschen haben ihr Leben Jesus gegeben, und viele wurden neu oder zum ersten mal trainiert und in Brand gesetzt, um anderen die Gute Nachricht zu bringen. Der Heilige Geist hat sich hinter sein Wort gestellt und Menschen wurden geheilt und befreit. Außerdem war es eine enorme Ermutigung für die Gemeinde vor Ort, dass wir tatsächlich in Zeiten von Covid-19 gekommen sind. Sie konnten in der gemeinsamen Zeit neuen Glauben, Vision und Kraft schöpfen für das, was Gott durch sie vor Ort machen möchte.

All pictures taken by Anja Maul

Doch das ist die Geschichte von hinten erzählt. Also, zurück zum Anfang:
Unser achtköpfiges Team wurde von Tom und Dunja Koch geleitet. Als die beiden 2019 das letzte mal im Rahmen eines Dienstes, der Jugendliche von der Straße holt, dort waren, hatte Tom eine Vision. Er sah, wie Jesus auf einem riesigen Bulldozer saß und über das Feld des lokalen Fußballstadions fuhr. Er wollte dieses Stadion einnehmen – zu seiner Ehre. Auf dieses klare Reden Gottes hin, haben Tom und Dunja gemeinsam mit der Pastorin vor Ort, Sarah, alle Leiter der Region zu einem Pastorentreffen eingeladen. Dort wollten sie weitergeben was sie von Gott empfangen hatten, und den Menschen die Möglichkeit geben, mit an Bord zu kommen. Als das Treffen anfing (bereits 1,5 Stunden später als angekündigt), saßen gerade einmal zehn Pastoren dort. Allerdings füllte sich der Raum innerhalb der nächsten Stunde zunehmend, sodass es zum Ende hin gegen 100 waren!
Man muss sich vor Augen führen, dass keiner der Gastgeber dort irgendwie bekannt gewesen wäre. Doch wenn der Heilige Geist etwas in den Herzen bestätigt ist das vollkommen egal. Er gab allen Schlüsselpersonen vor Ort das ‚Ja‘ zu dem, was sie gerade gehört hatten. Sie haben geglaubt, dass das das Wort des Herrn war, und sie waren bereit, Teil davon zu sein – im kommenden Jahr 2020.

Doch dann kam Covid. 2020 war es unmöglich zu Reisen. Aber dieses Jahr, 2021, ging die Türe auf! Uganda war mit verhältnismäßig niedrigen Zahlen eins der wenigen Länder, wo man weder bei Einreise, noch nach Rückkehr in Quarantäne musste, und auch die Möglichkeiten sich vor Ort zu versammeln, waren vergleichsweise gut. Schon lange bevor ich in Uganda ankam, haben die Leiter vor Ort alles getan was sie konnten, um eine Konferenz- und Evangelisationsveranstaltung möglich zu machen. Tom und Dunja hatten lange Zoom-Meetings mit Sarah, einmal auch nachdem diese den ganzen Tag bei einer Behörde verbracht hatte, um eine notwendige Genehmigung zu bekommen, sie aber nicht einmal vorsprechen durfte. Das alles nur um zu sagen; es war zäh.
Als unser Team dann endlich vor Ort war, war die Entmutigung durch Covid-Bedingungen und die unüberwindbar scheinenden Hürden die benötigten Stempel zu erhalten, den Leitern förmlich anzusehen. Sie hatten gekämpft und geglaubt, und waren einfach müde.
Hier war es so wichtig, dass sie sich ganz sicher waren: Nein, Gott hat gesprochen. Wir gehen im Glauben, nicht im Schauen. Sie hatten im Glauben ergriffen, was Gott gesagt hatte, und hatten dadurch den Frieden, von dem Philipper 4 spricht: Frieden, der alle Vernunft übersteigt und die Herzen und Gedanken bewahrt, in Jesus. Dadurch, dass sie diese Gewissheit hatten, konnten sie die anderen ermutigen, weiter praktische Schritte zu gehen (z.B. das nach 1,5 Jahren unbenutzte und von Ratten angefressene Soundsystem für eine Menge Geld wieder richten zu lassen), in dem festen Glauben, dass die Genehmigung durchkommen wird – und wenn am Abend vor Veranstaltungs-beginn! Sarah hatte während der letzten Woche vor der Veranstaltung zwei Träume, in denen sie an Personen in Ministerien erinnert wurde, die sie persönlich kannte, und die Schlüsselpersonen zu ein paar der Stempel waren.

Nun, Gott war gnädig mit uns allen und das Komplett-Paket an Genehmigungen kam nicht einen Abend vorher, was am Montag gewesen wäre, sondern schon Freitagabend!

„When Jesus sais Yes, nobody can’t say no!“ Selbst der stellvertretende Chef des Stadions musste das zugeben. Er fand es gar nicht toll, dass sein Vorgesetzter ihr geliebtes Fußballstadion für solch einen Zweck vermietet hatte, und meinte sinngemäß zu Tom: „Ich weiß nicht, was ihr gemacht habt, um das Ding hier mieten zu können, aber ich bin wirklich ein harter Mann. Wenn ihr mit dieser Anfrage zu mir gekommen wärt; ich hätte euch das niemals vermietet. Wir vermieten das Ding nicht! Das ist unser Fußballstadion!“ Tom hat ihn nur nickend angeschaut und sagte: „Du; das ist Jesus.“ Er hatte darauf nichts zu erwidern.

All pictures taken by Anja Maul

Ich möchte uns alle ermutigen, mutig Schritte im Glauben zu gehen, ob das im Familien-, Schul-, Uni- oder Arbeitskontext ist, oder eben auch in den Nationen. Wir brauchen nicht den Plan, den hat Er schon. Wir brauchen vielmehr die Bereitschaft zu gehen, auch entgegen aller Vernunft und in Umständen, die solide Planung unmöglich machen.
Uganda ist kurz nachdem wir wieder in Deutschland waren, in einen mittelschweren Lockdown gegangen, der vor ein paar Tagen in einen harten verwandelt wurde. Es gibt Momente, in denen es wichtig ist, ohne zu zögern zu gehen.

Die Menschen, die in der Zeit dort errettet, geheilt und befreit worden sind, und die, die als Leiter erfrischt und ermutigt, und als Erntearbeiter zugerüstet wurden, sind die Frucht von ein paar wenigen, die gesagt haben: Hier bin ich, Herr, sende mich!

Du bist nicht zu jung, noch zu alt. Es gibt kein über- noch unterqualifiziert. Alles was du brauchst, ist ein Herz, dass Gott mehr glaubt als dem, was vor Augen ist.

„Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.“

Gott sagte zu Abram: „Gehe in ein Land, dass ich dir zeigen werde.“

Sind wir dazu bereit?